Ergebnisse der Workshops

Die Ergebnisse der Workshops - kurz und prägnant

Die ausführlichen Ergebnisse werden wir in Kürze ebenfalls hier veröffentlichen.

WS 1
Flucht und Geschichte
Prof. Dr Michael SchwartzIn diesem Workshop ging es um Erfahrungen aus der Zeit von Flucht und Vertreibung im und nach dem Zweiten Weltkrieg. Die historische Sicht auf diese Ereignisse sollten genutzt werden, um für die heutigen Herausforderungen Erkenntnisse zu gewinnen und Schlussfolgerungen zu formulieren.

Michael Schwartz ist Professor für Geschichte und Mitarbeiter am Institut für Zeitgeschichte Abt. Berlin

Referent: Prof. Dr Michael Schwartz, Institut für Zeitgeschichte, Berlin
Moderation: Dr. Nils Fritzel, Vorsitzender des Ökumene-Ausschusses, KK Plön-Segeberg


Wie ist der Ist-Zustand?
Integration deutscher Vertriebener als Erfolgsgeschichte.

Was sollte erreicht werden?
Deutsche Vergangenheit als Brücke zum Miteinander.

Was können/sollen wir tun?
Hilfe vor Ort leisten (Nahost).

WS 2
Globale Wirtschaft und Gerechtigkeit

Musste leider ausfallen.

WS 3
Flucht vom Acker
Dr. Helge NeumannViele wild lebende Tier- und Pflanzenarten, die ehemals charakteristisch für unsere Äcker, Wiesen und Weiden waren, sind aufgrund der Entwicklungen in der Landwirtschaft heute nur noch selten anzutreffen. Im Anschluss an eine Einführung in die Thematik wurde gemeinsam diskutiert, ob und wie Arten, wie z.B. die Feldlerche, wieder ein Zuhause in der Feldflur finden können. Ziel des Workshops war es, mögliche Lösungsansätze für den Erhalt der biologischen Vielfalt in unserer Kulturlandschaft aufzuzeigen.

Referent: Dr. Helge Neumann, Deutscher Verband für Landschaftspflege (DVL) e. V., Artenagentur Schleswig-Holstein
Moderation: Hinrich Goos


Wie ist der Ist-Zustand?
Artenbestand schwindend (Grauammer, Rebhuhn).

Was sollte erreicht werden?
Den “Zehnten“ für die Natur.

Was können/sollen wir tun?
Bildung für Nachhaltige Schöpfungsbewahrung.
Beratung für Kirchenlandpächter.

WS 4
Der Islam gehört zu Deutschland – Was heißt das eigentlich und wie gestalten wir das?
Axel MatybaVor zehn Jahren machte W. Schäuble den Aufschlag. Der damalige Innenminister stellte zu Beginn der Deutschen Islam-Konferenz fest: „Der Islam gehört zu Deutschland“. Seitdem wird dieser Satz leidenschaftlich debattiert und instrumentalisiert. Deutschland wird muslimischer werden – neben rund 4 Millionen Musliminnen und Muslimen, die schon Jahre und Jahrzehnte in Deutschland leben, kommen in diesen Monaten auch noch zahlreiche Flüchtlinge mit muslimischen Wurzeln hinzu.
In unserem Workshop wollten wir die Fragen und auch die Ängste ansprechen, die „der Islam“ auslöst. Welche muslimischen Gruppen gibt es in Deutschland überhaupt? Wie können wir Begegnungen und Dialoge initiieren? U.a. wollten wir auch einmal eine Geschichte von Abraham / Ibrahim in Bibel und Koran gemeinsam lesen und diskutieren.

Referent: Axel Matyba, Pastor, Islambeauftragter der Nordkirche, Zentrum für Mission und Ökumene - nordkirche weltweit
Co-Referentin: Nedra Ouarghi (MA, Islamwissenschaftlerin)


Wie ist der Ist-Zustand?
Vielfalt im Islam und Christentum aus Unkenntnis = Angst und  Aggression.

Was sollte erreicht werden?
Friedlich miteinander leben in Vielfalt.
Perspektiven für Nachwuchs schaffen.

Was können/sollen wir tun?
Dialog auflegen, Vereinfachung entgegentreten, Arbeitsmöglichkeiten schaffen.


WS 5
Schon immer auf der Flucht? Flucht und Heimatsuche aus biblischer Sicht
Joachim KleinFlucht-Bewegung erzeugt Fragen, Ängste und Konflikte. Welche Antworten finden wir in biblischen Geschichten? Die Bibel erzählt von den großen Konflikten der Menschen. Auf bewegende Weise gelingt es dieser uralten Weisheitsüberlieferung, den Menschen Wege zu eröffnen, die aus der Flucht in die Beheimatung führen, aus der Angst in die Lebensgestaltung, aus der Spaltung in die Integration. Dabei geht es für alle, die an Flucht-Bewegung teilhaben, um Überleben und Versöhnung.

Der Workshop fragte nach einem geistlichen Horizont, in dem interkulturelle Seelsorge gedeihen kann.

Referent: Joachim Klein, Pastoralpsychologe
Moderation: Erich Faehling, Propst


Wie ist der Ist-Zustand?
Gegenseitige Verunsicherung, Verständnis, Angst = Erste Versuche von Annäherung.

Was sollte erreicht werden?
Unser Zelt ist ein Verstehens- und Versöhnungsraum.

Was können/sollen wir tun?
Resonanzräume anbieten: - Singen – Kochen - Theater.

WS 6
Integration – Wie siehst du es?
Hanna Gieffers„Deutschland ist ein weltoffenes Land. Die Integration der ständig in Deutschland lebenden Zuwanderer zu fördern, ist eine der wichtigsten innenpolitischen Aufgaben.“, heißt es auf der Website des Bundesinnenministeriums. Integration ist eines der meistgebrauchten Schlagwörter im Kontext Flüchtlinge. Je nach Zusammenhang, erscheint das Wort als Forderung oder Einladung, als Vision oder Mühsal.

„Wie siehst du es?“, hat die Hamburger Journalistin Hanna Gieffers junge Menschen, die nach Deutschland geflüchtet sind, gefragt. Die Erfahrungen der Flüchtlinge mit alltäglichen Erscheinungen wie zuverlässiger Elektrizität und der Freiheit, sich ein Kreuz tätowieren zu lassen, vermitteln einen Eindruck davon, wie es sich anfühlen mag, „integriert“ zu werden. Im Workshop hat Hanna Gieffers von ihrer Recherche berichtet und erzählten geflüchtete Menschen von ihren Erfahrungen mit Deutschland. „Hinter der Menschenmenge bleibt der Blick aufs Individuum oft versperrt“ (Gieffers). Im Gespräch wollten wir uns vergegenwärtigen, dass wir alle Ausländer sind, fast überall.

Referentin: Hanna Gieffers, Journalistin, Hamburg
Moderation: Julia Patzke, Frauenarbeit Ev. Bildungswerk Plön-Segeberg


Wie ist der Ist-Zustand?
Sprachbarrieren, mangelnde Perspektiven, komplizierte Administration.

Was sollte erreicht werden?
Bildungschancen und Finanzhilfen erhöhen.

Was können/sollen wir tun?
Steuergelder für Sprachkurse, Treffpunkte für Deutsche und Flüchtlinge.

WS 7
Flucht-Be-Wegung
Biografischer Workshop: Heilsames Erzählen und Schreiben

Musste leider ausfallen.

WS 8
Flucht-Ursachen
Torsten NolteZurzeit denken wir an Krieg und Vertreibung, wenn es um Fluchtursachen geht. Die Gründe, seine Heimat zu verlassen, sind jedoch vielschichtiger und die Fluchtursachen reichen von Klimawandel bis Landraub. Anhand der Ausstellung „Ökologischer Fußabdruck“ und eines Eingangsvortrags wollten wir uns diesem Thema von unterschiedlichen Seiten nähern und fragten, was das alles mit unserem Lebensstil zu tun hat.

Referent: Torsten Nolte, Pastor, Referent für Bildungsarbeit bei Brot für die Welt im Diakonischen Werk Schleswig-Holstein


Wie ist der Ist-Zustand?
Fluchtursachen sind vielfältig. Krieg, Vertreibung, Landraub, Klimawandel.

Was sollte erreicht werden?
Analyse / Gemeinsam Fluchtursachen abbauen.

Was können/sollen wir tun?
CO2-Reduzierung, fairer Handel, nachhaltiger Lebensstil, friedlicher Dialog, Menschenrecht auf Nahrung und Wasser.

WS 9
Christliche Kirchen der EU und die Situation der Flüchtlinge
Klaus-Rainer MartinDie christlichen Kirchen in Deutschland haben eindeutig zur Situation der Flüchtlinge Stellung genommen.  
Was sagen aber die christlichen Kirchen der anderen 27 EU-Staaten zur Situation der Flüchtlinge? Ist für sie das Gebot der Nächstenliebe auch dann noch verpflichtend, wenn die Regierungen ihres Landes eine andere politische Linie verfolgen? Schweigen sie und lassen damit ihre Mitglieder in der Ausübung von Humanität allein? Wie sollten sich Kirchengemeinden verhalten, wenn sie von ihren Kirchenleitungen alleingelassen werden? Welche Möglichkeiten hat die EKD, auf die christlichen Kirchen anderer EU-Staaten einzuwirken?
Das herauszufinden, war die Absicht dieses Workshops.

Referent: Klaus-Rainer Martin, Autor und Mitglied im Ökumene-Ausschuss des Kirchenkreises Plön-Segeberg, Gründungsmitglied des Politischen Kirchentags
Moderation: Udo Reichle-Röber, Diakon und Sozialtherapeut, Mitarbeiter der Migrationssozialarbeit des Diakonischen Werkes in Bad Oldesloe


Wie ist der Ist-Zustand?
EU-Kirchen uneinheitlich aufgestellt.

Was sollte erreicht werden?
Soll Unterstüzung der Basis durch Leitungen und / Meinungen verstehen.

Was können/sollen wir tun?
Meinungsaustausch über Staatsgrenzen hinweg.

WS 10
Was tun, wenn das Land knapp wird?
Landverluste durch Klimawandel und die Folgen

Musste leider ausfallen.

WS 11
Flucht-BEWEGUNG
Barbara WilmingÜber Flucht, Fluchtursachen, Migration und Integration war und ist vieles zu hören und zu lesen. Trotzdem bleibt die Situation von Flüchtlingen für Menschen, die in relativem Wohlstand und in Sicherheit leben, schwer vorstellbar. In dem Workshop Flucht-BEWEGUNG wollten wir uns dem Schicksal der betroffenen Menschen jenseits der kognitiven Ebene mit Tanz und Bewegung annähern. Für die Teilnahme waren weder besondere sportliche Begabung noch tänzerische Vorkenntnisse erforderlich.

Barbara Wilming, Tanzlehrerin und Tanztherapeutin


Wie ist der Ist-Zustand?
Ungewissheit schafft Angst.

Was sollte erreicht werden?
Kommunikation auf Augenhöhe.

Was können/sollen wir tun?
Fehlerfreundlich mit sich selbst sein, Interesse am Anderen.